Oschersleben
11.04. - 13.04.2009

Assen / NL
08.05. - 10.05.2009

Hockenheim
05.06. - 07.06.2009

EuroSpeedway
03.07. - 05.07.2009

Nürburgring
21.08. - 23.08.2009

Sachsenring
18.09. - 20.09.2009

Oschersleben
16.10. - 18.10.2008


Tabellen

Starterlisten

Serien-Infos



Regen bringt das Rennen durcheinander
Jan Seyffarth/Christan Abt holen sich dritten Saisonsieg

Für die Piloten der ADAC GT Masters standen an diesem Wochenende die Läufe fünf und sechs an. Sie hatten gegenüber der ADAC Formel Masters eine kleinere Pause eingelegt, da sie im Rahmen des ADAC Zurich 24h Rennens auf dem Nürburgring vor vierzehn Tagen nicht mit von der Partie waren. Nach den beiden letzten auswärtigen Läufen in Assen begab man sich jetzt wieder in heimische Gefilde und zwar ins Badische. Hier wurden die nächsten beiden Rennen im Rahmen des ADAC Masters Weeekend beim "Großen Preis von Weingarten" vom 05. bis 07. Juni in Hockenheim abgehalten. In der Meisterschaft führt Christian Abt mit 22 Punkten vor dem Duo Marc Hennerici/Luca Ludwig mit 21 und Tim Bergmeister/Frank Schmickler mit jeweils 20 Punkten. Ebenfalls mit 20 Zählern auf dem Konto liegen noch drei weitere Fahrer und zwei Fahrergespanne. Da hier pro Lauf nur zehn Punkte vergeben werden, geht es in dieser Meisterschaft sehr eng zu. Hier in Hockenheim feiert der Alpina-BMW Premiere, denn er steigt hier in die GT Masters ein und wird pilotiert von Jens Klingmann/Andreas Wirth (Team Alpina).


CS

20 Fahrzeuge gingen am Freitag Mittag für eine Stunde zum ersten freien Training auf die 4,574 Kilometer lange Strecke hinaus. Diese Session wurde bei sonnigem Wetter abgehalten. Für Callaway Competion gingen diesmal Arnaud Peyroles und Jean Marc Gounon in den freien Trainingssitzungen hinaus auf die Strecke um Testkilometer für die FIA-Meisterschaft zu absolvieren. Die beiden Piloten waren mit der Corvette nach 26 absolvierten Runden und einer Zeit von 1:41,439 Minuten die schnellsten im Feld, gefolgt von Jan Seyffarth/Christian Abt (Abt Sportsline) auf ihrem Audi R8 LMS und Kuba Giermaziak/Frank Kechele (Argo Rcing), ebenfalls auf einem Audi R8 LMS. Dieses Team ist seit Hockenheim auf Audi umgestiegen. Marc Hennerici/Luca Ludwig und Tim Bergmeister/Frank Schmickler mussten sich zunächst mit den Rängen sechs und zwölf zu frieden geben. Christoffer Nygaard/Walter Lechner jr. auf ihrem Ford GT vom Fischer Racing Team fuhren auf Rang sieben. Der zweite Ford GT von Fischer Racing wird diesmal pilotiert von Peter Scharmach/Harald Becker. Für Peter Scharmach war es der erste Einsatz in der ADAC GT Masters. Sie belegten nach dieser Sitzung Rang zehn. Der BMW-Alpina B6 GT3 hatte sich bei seinem ersten Einsatz auf Rang 19 gefahren.


CS

Das zweite freie Training stand dann am Freitag Nachmittag auf dem Programm. Wie immer wechselten die Positionen. Diesmal hatten die Piloten vom Argo Racing Team Kuba Giermaziak und Frank Kechele mit 25 Runden und einer Zeit von 1:41,669 Minuten das Zepter übernommen. Rang zwei und drei nahmen der Franzose Nicolas Armindo mit seinem portugisischen Kollegen Casar Campanico und die beiden Fahrer Arnaud Peyroles/Jean Marc Gounon ein. Auf den ersten beiden Rängen platzierte sich Audi. Christoffer Nygaard/Walter Lechner jr. rutschten einen Platz nach hinten. Dafür behaupteten Peter Scharmach/Harald Becker ihren zehnten Rang. Zeitmäßig hatten sie sich verbessern können. Der Tabellenführer musste sich nun mit dem achten Platz zufrieden geben. Marc Hennerici/Luca Ludwig und Tim Bergmeister/Frank Schmickler fuhren auf die Ränge zwölf und sieben. Auch diese beiden Gespanne wurden gegenüber dem ersten freien Training zeitmäßig schneller. Zwei Plätze nach vorne arbeiten konnten sich auch Jens Klingmann/Andreas Wirth mit ihrem BMW Alpina.


Walter Lechner Jr. (Fischer Racing Team): "Im Moment lassen wir noch zu viel Zeit liegen. Das Auto übersteuert, was ich ihm noch nicht ganz austreiben kann. Vielleicht setzen wir auch die harten Reifen noch nicht richtig um. Bessere Zeiten sind auf jeden Fall drin, man spürt in jeder Ecke wo die Zehntel bleiben. Vielleicht geht es morgen mit neuen Reifen besser. Kritisch bin ich noch bei der Wettervorhersage. Wir haben null Erfahrung mit Regen und wissen nicht, wie das Auto im Nassen reagieren könnte. Ich weiß also noch nicht, ob ich mir für morgen Regen wünschen soll."

Peter Scharmach (Fischer Racing Team): "Bevor ich nach Hockenheim kam hatte ich noch keinen einzigen Meter mit dem Ford GT gefahren. Ich bin schnell damit zu recht gekommen wollte das Auto aber auch nicht rausschmeißen."


CS

Die beiden entscheidenden Qualifyings fanden am Samstag Morgen bei schlechten Witterungsverhältnissen statt. Es hatte nämlich zuvor heftig geregnet und es fing immer wieder an. In der ersten Sitzung wechselten wie immer die Positionen. Hier hatte Peter Scharmach, der den ersten Turn fuhr, zuviel riskiert, mit der Folge, das er im Kies landete. Er konnte aber danach wieder am Zeittraining teilnehmen. Nach den zwanzig Minuten hatte sich das Team Rosberg mit den Pilioten Cesar Campanico/Nicolas Armindo mit ihrem Audi R8 LMS durchsetzen können. Sie holten sich die Pole-Position nach elf gefahrenen Runden und einer Zeit von 1:57,110 Minuten für den ersten Lauf an diesem Wochenende, gefolgt von Jan Seyffarth/Christian Abt und Frank Schmickler/Tim Bergmeister. Peter Scharmach/Harald Becker und Christoffer Nygaard/Walter Lechner jr. vom Fischer Racing Team nahmen das Rennen von den Plätzen vier und sieben aus auf.


Nach einer kurzen Pause von zehn Minuten begann die Jagd auf die zweite Pole von Neuem. Die Fahrer wollten gerade auf Slicks wechseln, als es wieder anfing zu regnen. Somit blieben sie weiter auf Regenreifen. Die Zeiten gegenüber dem ersten Qualifying wurden schneller. Diesmal waren Christian Abt/Jan Seyffarth die schnellsten Männer im Feld. Startplatz zwei und drei nahmen nun Nicolas Armindo/Cesar Campanico und Walter Lechner jr./Christoffer Nygaard ein. Trotz eines kleinen Ausflugs ins Kiebett, in diesem Moment saß Walter Lchner jr. am Steuer, hatten die Fischer-Piloten ihren dritten Rang behaupten können. Harald Becker/Peter Scharmach hatten sich nicht verbessern können, sie mussten sich jetz mit dem 16. Rang zufrieden geben. Tim Bergmeister/Frank Schmickler werden das Rennen von Startplatz elf aus angehen.


Jan Lammers (Racing Team Holland) Startplatz 14 Rennen 2: "Wir haben bei der Abstimmung voll auf Regen gesetzt, was sich im Nachhinein als Fehler heraus gestellt hat. Das Auto war viel zu weich eingestellt und es war zu viel Bewegung im Fahrwerk. Am Ende des Trainings wussten wir einfach nicht mehr, ob die Reifen zu heiß waren oder die Strecke zu rutschig."

Martin Matzke (Rhino´s Team Leipert) Startplatz 9 Rennen 2: "Ich bin eine Runde mit Regenreifen gefahren, dann hat das Team entschieden auf Slicks zu setzen. Aber wir haben die profillosen Reifen nicht zum arbeiten bekommen, war also leider die falsche Variante. Aber ich bin recht zuversichtlich, ,denn die erste Runde auf Regenreifen hatte eine gute Tendenz. Sollten die Bedingungen so bleiben, werden wir im Rennen gut aussehen."

Michael Raja (Teamchef MRP Motorsport): "Dass wir im Regen besser aussehen würde, war uns schon bewußt. Alfred und Robert haben noch wenig Erfahrung mit dem Gallardo, haben aber an sich großes Talent und konnten das heute umsetzen. Robert saß im freien Training erstmals im Lamborghini und lag heute nur noch gut fünf Zehntel Sekunden hinter Alfred. Die Beiden sind also sehr ausgeglichen, was in den Rennen für uns arbeiten könnte. Allerdings liegt unser Auto noch gut 30 KG über dem homologierten Mindestgewicht."

Andreas Wirth (Alpina): "Wir kommen immer besser zurecht. Die im ADAC GT Masters genutzten Reifen sind von der Mischung etwas anders als in der EM, die kannten wir vorher noch nicht. Mit Rang 7 bin ich erst mal sehr zufrieden."


CS

Frank Kechele (Argo Racing), Startplatz vier Rennen zwei: "Ich bin zufrieden mit dem vierten Startplatz. Wir wissen noch nicht ganz wie wir beim Audi mit den Reifen umgehen müssen. Zum Ende hätte ich nochmals einen neuen Satz Regenreifen ausprobieren müssen, meine Regenreifen hatten sich schon zu sehr aufgeheizt. Im Rennen geht aber noch was weiter nach vorne!"

Tim Bergmeister (Mühlner Motorsport), Startplatz 11 Rennen zwei: "Ich hätte es zum Ende nochmals mit Slicks probieren müssen. Die Bedingungen waren Wechselhaft, zum Ende fing es nochmals leicht an zu regen, aber Slicks wären gegangen. ES hat heute einfach nicht gepasst."

Christoffer Nygaard (Fischer Racing Team): "Ich bin mit dem Auto zufrieden. Bin gleich zum Anfang schnelle Runden gefahren. Später wurde die Strecke schneller aber es wurde viel Gelb geschwenkt und es kam keine bessere Zeit zustande. Das ist ärgerlich aber so geht es manchmal."

Walter Lechner (Fischer Racing Team): "Es hat gut geklappt, bin mit dem Auto zurecht gekommen und Startplatz drei ist ok."

Harald Becker (Fischer Racing Team): "Im Regen musste ich mich erst einmal zurecht finden mit dem Auto und es noch besser kennen lernen. Im Trockenen ging es ohne Probleme. Mit Startplatz vier am Samstag sind wir natürlich sehr zufrieden."


Der fünfte Lauf fand am Samstag Mittag bei kühlem aber trockenem Wetter statt. Der fliegende Start ging ohne große Probleme von statten. Cesar Campanico/Nicolas Armindo, die von Rang eins aus ins Rennen gegangen waren, kamen sehr gut weg, doch der Kampf begann sofort zwischen ihnen und Jan Seyffarth/Christian Abt. Es dauerte nicht lange und das Abt-Sportsline Team war in Führung gegangen. Einen super Start hatten auch die Piloten von Fischer Racing. Nach der ersten Runde führte Jan Seyffarth/Christian Abt vor Cesar Campanico/Nicolas Armindio und Frank Schmickler/Tim Bergmeister. Christoffer Nygaard/Walter Lechner jr. und Peter Scharmach/Harald Becker lagen auf den Rängen vier und fünf. Unterdessen hatten Oliver Mayer/Sakon Yamamoto ein Problem, denn sie waren weit nach hinten zurück gefallen. Zur gleichen Zeit war das Brudergespann Renauer an Marcel Leipert/Stian Sorlie vorbeigegangen und lagen damit auf Platz sieben. An der Spitze führte das Abt-Sportsline Team mit einem Vorsprung von 1,5 Sekunden. Das Feld war unterdessen mit sehr viel Disziplin unterwegs. Die ersten beiden hatten sich ein wenig vom übrigen Feld absetzen können. Dahinter ging es zwischen sechs Fahrzeuge mächtig zur Sache. Der BMW Alpina, der hier zum ersten Mal zum Einsatz kam, lag auf Rang elf und hatte damit zwei Plätze in der Anfangsphase verloren.


Die Piloten versuchten jetzt Luca Ludwig/Marc Hennerici unter Druck zu setzen. In der fünften Runde auf Start und Ziel gingen Kuba Giermaziak/Frank Kechele an Peter Scharmach/Harald Becker vorbei und hatten damit Rang vier eingenommen. Zwischenzeitlich versuchten Christoffer Nygaard/Walter Lechner jr. sich Frank Schmickler/Tim Bergmeister im Mühlner Porsche zurecht zu legen. Immer wieder versuchten die Fischer Racing Piloten an den Porsche Piloten vorbeizugehen. In der Mercedes-Arena waren sie kurz aneinander geraten. Hier behielt aber der Däne die Oberhand und konnte den Mühlner Porsche niederringen. Von alledem bekamen die Spitzenreiter Jan Seyffarth/Christian Abt nichts mit, denn sie waren mit 2,4 Sekunden auf und davon gefahren. Auf Rang acht hatte es einen Wechsel gegeben und zwar waren Luca Ludwig/Marc Hennerici an den Renauer Brüdern vorbeigegangen. Auf Rang elf fahrend hatten Jens Klingmann/Andreas Wirth Patrick Gerling/Felix Beck im Schlepptau. Diese versuchten nun über Norman Knop/Martin Matzke herzufallen. Frank Schmickler/Tim Bergmeister auf Rang vier hatten etwas an Vorsprung verloren. Sie hatten gegenüber ihren Verfolgern nur noch 0,5 Sekunden Abstand.


Zwischenzeitlich waren Marcel Leipert/Stian Sorlie nach hinten durchgereicht worden. Sie kamen wenig später in die Box hineingefahren, zuvor hatten die Piloten auch noch eine Durchfahrtsstrafe erhalten, wegen Überfahrens der roten Fläche in der Nordkurve. Dann stellte sich auch noch heraus das sie einen Lichtmaschinendefekt hatten. Damit war das Rennen gelaufen. Frank Schmickler/Tim Bergmeister hatten sich wieder frei schwimmen können, denn der Vorsprung war wieder auf 3,5 Sekunden angewachsen. Nach dreizehn gefahrenen Runden begannen die ersten Pflichtboxenstopps. Jetzt geriet die Reihenfolge erst einmal durcheinander. Nach 16 Runden kamen die Zweit- und Drittplatzierten herein. Unterdessen blieben die Spitzenreiter weiter draußen. Gebrochener Querlenker für den Mühlner Porsche wurde in diesem Moment gemeldet. Damit war das Rennen für Frank Schmickler/Tim Bergmeister gelaufen.


Nach 20 Runden kam der Spitzenreiter endlich in die Box hinein. Zwischenzeitlich waren Harald Becker/Peter Scharmach zum zweiten Mal in die Box gekommen und zwar musste die Tür fixiert werden. Als sich nach den Stopps alles wieder normalisiert hatte, gab es einen harten Kampf an der Spitze zwischen Christian Abt/Jan Seyffarth und Nicolas Armindo/Cesar Campanico. Diese beiden waren nur noch eine Wagenlänge auseinander. Sie hatten sich mit über zehn Sekunden vom übrigen Feld abgesetzt. Rang drei belegten nun Walter Lechner jr./Christoffer Nygaard. Diese hatten nach vorne und hinten genug Luft. Im Verlauf der 23. Runde hatte es einen Führungswechsel gegeben und zwar waren Nicolas Armindo/Cesar Campanico an Christian Abt/Jan Seyffarth vorbei gegangen. Andreas Wirth/Jens Klingmann auf dem BMW Alpina waren zu dieser Zeit bis auf Rang 17 abgerutscht. Einen guten Sprung nach vorne hatten Henri Moser/Michael Outzen gemacht, denn sie waren von hinten gestartet und lagen nach 25 gefahrenen Runden bereits auf dem achten Platz. Zu dieser Zeit war an der Spitze Ruhe eingekehrt. Die ersten sieben Fahrzeuge hatten alle einen gewissen Respektabstand zueinander.


YS

Von der Rennleitung gab es für die auf Rang zehn fahrenden Patrick Gerling/Felix Beck eine Durchfahrtsstrafe, weil beim Boxenstopp zu viele Leute am Auto gearbeitet hatten. Wenig später traten dann die Piloten die Durchfahrtsstrafe an. Damit rutschten die nachfolgenden Fahrzeuge einen Platz nach oben. Davon profitierten auch Harald Becker/Peter Scharmach auf dem dreizehnten Platz. In den letzten zehn Minuten wurden die Piloten Michael Outzen/Henri Moser nicht mehr auf dem Monitor verzeichnet. An der Spitze hatten sich Nicolas Armindo/Cesar Campanico mit 5,5 Sekunden absetzen könnn. Runde um Runde vergrößerten sie den Abstand. Einen harten Kampf lieferten sich Sakon Yamamoto/Oliver Mayer und die beiden Renauer Brüder. Der Japaner kam Runde um Runde immer näher an die Neunplatzierten heran. In der nächsten Runde hatte es dann dort einen Wechsel gegeben. Sieger nach 34 Runden wurden Nicolas Armindo/Cesar Campanico vor Christian Abt/Jan Seyffarth und Walter Lechner jr./Christoffer Nygaard. Harald Becker/Peter Scharmach beendeten das Rennen auf Rang zwölf. Die BMW-Alpina-Piloten mussten sich mit dem 16. Platz zufrieden geben.


YS

In der Meisterschaft hat weiterhin Christian Abt mit 30 Zählern die Nase vorne, gefolgt von Jan Seyffarth mit 28 und Marc Hennerici/Luca Ludwig mit 25 Zählern.

Marcel Leipert (rhino`S Leipert Motorsport: "Das Rennen gut war gelaufen. Wir mussten wegen technischem Defekt aufgeben. Morgen greifen wir wieder an. Wir sind neu in der Serie und neu mit dem Ascari. Das Jahr war recht zufriedend stellend, wir können zufrieden sein. Assen ist unglücklich gelaufen, dort sind wir leider ausgefallen wegen einer Durchfahrtsstrafe. Wir geben die Hoffnung aber nicht auf und kämpfen weiter. Was wir gezeigt haben ist nicht schlecht. Wir fahren halt hier eine Stunde, es ist kein Sprintrennen. Die Startposition ist ausschlaggebend, aber man kann in dieser einen Stunde viel erreichen. Wir haben Potzenzial nach vorne. Als Fahrer hat man immer die innere Ruhe. Aber eigentlich hat das Team alles in der Hand, man muß sich auf das Team verlassen können. Man ist vor technischem Defekt nie geschützt. Man muss damit leben und wieder angreifen. Es kann jedem passieren."

Christoffer Nygaard (Fischer Racing Team): "Von P 7 gestartet war dieser super. Alles ist rechts rüber gezogen beim Start, da hab ich mir gedacht warum nicht links außen herum. Im Tumult vor der ersten Kurve habe ich dann einige Plätze gut machen können. Danach bin ich noch mal kurz unter Druck von Peter Scharmach geraten, aber er war als Teamkollege schon sehr fair. Ich konnte dann den Abstand auf den Porsche verkürzen und auch überholen. Danach konnte ich einen Vorsprung raus fahren aber die Audis konnten wir nicht kriegen. Im Moment ist unser Auto noch recht schwer zu fahren und für P1 waren wir heute noch nicht schnell genug. Aber das Potential ist da und vielleicht können wir am Sonntag noch mehr rausholen."


Cesar Campanico (Team Rosberg): "Ich bin heute erstmals mit dem Audi im Regen gefahren. Wir haben eine sehr gute Abstimmung gefunden. Ich musste pushen, aber gleichzeitig aufpassen das Auto auf der Strecke zu halten. Keine einfache Aufgabe, aber es ist mir gut gelungen."

Nicolas Armindo (Team Rosberg): "Auf der abtrocknenden Strecke war es eine Lotterie. Vielleicht hätten wir noch auf Slicks wechseln sollen. Aber wir haben schon eine Pole für das Rennen eins, da wollte ich so kurz vor dem Start zum Rennen nichts riskieren."

Peter Scharmach (Fischer Racing Team): "Das Rennen hat viel Spass gemacht, aber mir fehlt noch etwas Erfahrung mit dem Auto. Der Ford hat extrem viel Power. Leider schloss nach dem Fahrerwechsel die Tür nicht mehr so richtig, Harald Becker musste nochmals einen Extra-Stop einlegen. Dadurch sind wir leider zurückgefallen."

Walter Lechner Jr. (Fischer Racing Team): "Christoffer hat einen guten Start gefahren und mir das Auto in einer guten Position übergeben. Wir hatten genügend Vorsprung auf den Vierten aber an die Audis war kein rankommen."

Harald Becker (Fischer Racing Team): "Eigentlich sah es ganz gut aus doch der außerplanmäßige Boxenstop hat natürlich Plätze gekostet. Ich wunderte mich warum ich keine besseren Rundenzeiten fahren konnte. Nach dem Rennen stellte sich heraus, das der linke hintere Stoßdämpfer krumm war. Ist wohl beim leichten Ausritt von Peter passiert. Platz sieben war im Bereich des möglichen."


Als sich die Piloten in ihre Startaufstellung am Sonntag Nachmittag begaben zogen ziemlich dunkle Wolken am Himmel auf. Auch dieser fliegende Start funktionierte ohne großes Aufsehen und die Pole-Setter hatten einen guten Start. Weit gefächert ging es auf die Nordkurve zu. Hier kamen sie gut sortiert hindurch. Nicolas Armindo/Cesar Campanico hatten die Führung übernommen. In der Spitzkehre waren sich zwei nicht einig, mit der Folge, das beide sich drehten. Unterdessen war schon der Mühlner Porsche mit Dimitri Konstantinou/Jürgen Häring nicht mehr dabei. Walter Lechner jr./Christoffer Nygaard konnten ihre Position auf Rang drei halten. Hingegen war er zweite Ford GT von Fischer Racing bis ans Ende des Feldes zurückgefallen. Der Spitzenreiter war mit 1,2 Sekunden auf und davon. Er baute die Führung Runde um Runde weiter aus. Danach entstand ein harter Kampf zwischen Christan Abt/Jan Seyffarth und Walter Lechner jr./Christoffer Nygaard. Nach drei absolvierten Runden fing es an zu regnen. Zu dieser Zeit waren Harald Becker/Peter Scharmach mit einem beschädigten Fahrzeug unterwegs. Eine Runde später kamen fast alle herein, um auf Regenreifen zu wechseln. Sakon Yamamoto/Oliver Mayer, Jeroen Bleekemolen/Roland van der Laar, Björn Grossmann/Freddy Kremer und Jan Lammers/Marius Ritskes blieben auf Slicks draußen. Nun wurde von der Rennleitung Wet-Race angezeigt. Damit geriet die Reihenfolge durcheinander.


YS

Zwischenzeitlich waren Sakon Yamamoto/Oliver Mayer in langsamer Fahrt unterwegs. Die Spitze hatte nun Jeroen Bleekemolen/Roland van der Laar übernommen, gefolgt von Jan Lammers/Marius Ritkes und Björn Grossmann/Freddy Kremer. In diesem Moment war der Japaner in die Box gekommen und man versuchte noch das Auto wieder zu bewegen. Auch die Führenden hatten jetzt eingesehen, das es besser ist auf Regenreifen zu wechseln. Der Stop bei dem Fischer Racing Team klappte nicht optimal, denn sie waren sehr lange in der Box gewesen. Dadurch lagen Walter Lechner jr./Christoffer Nygaard nur auf Rang neun. An der Spitze lagen Jan Lammers/Marius Ritskes, gefolgt von vier Audi-Fahrzeugen. Auf Rang zwei und drei fuhren Christian Abt/Jan Seyffarth und Nicolas Armindo/Cesar Campanico. Wegen Überschreitung des Speed-Limits in der Boxengasse hatten Jeroen Bleekemolen/Roland van der Laar eine Durchfahrtsstrafe erhalten. Es hatte jetzt nicht lange gedauert und die Zweitplatzierten hatten die Führung übernommen. Danach wurden sie dann auch noch von Nicolas Armindo/Cesar Campanico niedergerungen. Der BMW-Alpina befand sich nach neun Runden auf Platz zehn. Zur gleichen Zeit kam der Niederländer in die Box um seine Strafe anzutreten. Nach der Startkollision zwischen Sakon Yamamoto/Oliver Mayer und Martin Matzke/Norman Knop gaben die Audi-Piloten jetzt in der Boxengasse auf.


YS

Runde um Runde wurde Jan Lammers/Marius Ritskes weiter nach hinten durchgereicht, denn er war immer noch auf Slicks unterwegs. Einen Platz hatten Walter Lechner jr./Christoffer Nygaard verloren, denn Rang acht hatten Björn Grossmann/Freddy Kremer eingenommen. Als erste kamen nun zum Pflichtboxenstopp Jan Lammers/Marius Ritskes herein. Die ersten beiden hatten einen Vorsprung von über 29 Sekunden herausgefahren. Die nachfolgenden Piloten hatten all einen gewissen Respektabstand zueinander. Außer auf Rang sechs wurde es eng zwischen Marc Hennerici/Luca Ludwig und Walter Lechner jr./Christoffer Nygaard. Nach dreizehn Runden erfolgte dann der Fahrerwechsel bei dem BMW-Alpina. Auch Marius Ritskes/Jan Lammers erhielten eine Durchfahrtsstrafe wegen zu schnellen Fahrens in der Boxengasse. Eine Runde später kamen Walter Lechner jr./Christoffer Nygaard herein. Jetzt übernahm der Däne das Steuer. Kurze Zeit später kam auch der zweite Ford GT von Fischer Racing in die Box. Jetzt musste erst einmal abgewartet werden, wie die Reihenfolge sich entwickelt. Denn der Führende war nach 7 Runden herein gekommen.


Christoffer Nagarard/Walter Lechner jr. und Peter Scharmach/Harald Becker lagen auf den Rängen neun und zwölf. Robert Renauer/Alfred Renauer hatten sich in der Nordkurve gedreht. Christoffer Nygaard/Walter Lechner jr. fuhren zwischenzeitlich auf Rang sieben. Nach dem alle ihre Stopps erledigt hatten führten Jan Seyffarth/Christian Abt vor Cesar Campanico/Nicolas Armindo und Michael Outzen/Henri Moser. Frank Schmickler/Tim Bergmeister lagen auf Rang vier und versuchten Runde um Runde weiter nach vorne zu kommen. Die Führenden hatten sich mit 3,6 Sekunden vom übrigen Feld abgesetzt. Nach 21 Runden hatten Frank Schmickler/Tim Bergmeister sich auf Rang drei vorgeschoben. Christoffer Nygaard/Walter Lechner jr. nahmen Rang sechs ein. Sie haben nach vorne sehr viel Luft. Müssen aber aufpassen, das die Nachfolger sie nicht niederringen, denn die Piloten mit dem BMW Jens Klingmann/Andreas Wirth waren sehr schnll unterwegs.


Der Däne konnte den BMW dann doch nicht halten und musste ihn ziehen lassen. Damit lag der Ford GT auf Rang sieben. In den letzten zehn Minuten hatte es aufgehört zu Regnen. Bei sechseinhalb Minuten waren Frank Schmickler/Tim Bergmeister an Cesar Campanico/Nicolas Armindo dran. Die Führenden Jan Seyffarth/Christan Abt hatten davon nichts mitbekommen, denn sie hatten einen Vorsprung von 4,2 Sekunden. In der Schlußphase hatte es einen Wechsel gegeben und zwar waren Kuba Giermaziak/Frank Kechele an Michael Outzen/Henri Moser vorbeigegangen. Sieger nach 29 Runden wurden Jan Seyffarth/Christian Abt vor Cesar Campanico/Nicolas Armindo und Frank Schmickler/Tim Bergmeister. Christoffer Nygaard/Walter Lechner jr. und Peter Scharmach/Harald Becker beendeten das Rennen auf den Rängen sieben und zwölf. Jens Klingmann/Andreas Wirth erzielten beim zweiten Lauf mit Rang sechs ein sehr gutes Ergebnis.


YS

In der Meisterschaft führt Christian Abt mit 40 Punkten vor Jan Seyffarth mit 38 und Nicolas Armindo/Cesar Campanico mit 32 Punkten.

Walter Lechner jr. (Fischer Racing): "Der Start war gut. Ich konnte an Abt dran bleiben. Kleine Karambolage war dann hinter mir. Danach setzte der Regen ein, das war aber noch nicht das Problem. Wir haben in der Box fünf oder sechs Plätze verloren, weil wir zu langsam waren. Müssen ein bisschen für das nächste Mal üben. Das hat uns das Rennen gekostet. Es muss relativ stark angefangen haben zu regnen als ich vor der Boxengasse war. Habe dann die Crew kurz vor Motodrom angefunkt, das ich komme. Wir brauchen uns nicht zu schämen, denn es waren alles DTM-Teams, die die Stopps in vier Sekunden erledigen. Christoffer kann noch ein oder zwei Plätze nach vorne fahren. Es war sehr rutschig draußen. Das Qualifying war viel besser zu fahren. Jetzt war es wie auf Schlittschuhen. Wir müssen gucken, das wir durchkommen und genügend Punkte sammeln wie ein Eichhörnchen. Christoffer und ich kennen uns schon einige Zeit. Im Herbst haben wir Pläne geschmiedet ein Projekt zu machen. Hardy Fischer sagte was er vor hat und danach wollte ich dabei sein. Der Ford ist ein cooles Fahrzeug. Christoffer ist neu im GT-Sport, er hat so gut wie gar keine Fehler gemacht. Wir gewinnen und verlieren gemeinsam. Wir können uns noch steigern und dann vielleicht in der Meisterschaft ein kleines Wörtchen mitreden. Die Audis fahren uns heute um die Ohren, das müssen wir noch analysieren. Wenn man konstant seine Zeiten fährt und keine Rutscher zu verzeichnen hat, kann man seine Position halten und sich nach vorne aarbeiten. Doch ein kleiner Rutscher genügt schon, und der Hintermann ist dran und kann dann leicht überholen. Können bei derartigen Bedingungen nicht mithalten mit den Audis. Im Regen ist es nicht so ein Nachteil das Gewicht, wie im Trockenen.


Christian Abt (Abt-Sportsline): "Durch den Regen machte sich unser Platzierungsgewicht nicht so negativ bemerkbar wie im Trockenen. Es war aber sehr schwierig bei diesen Witterungsbedingungen eine Entscheidung über die richtige Strategie zu treffen."

Jan Seyyfarth (Abt Sportsline): "Christian kam mit zwei Sekunden Rückstand zum Reifenwechsel und verließ die Box mit zwei Sekunden Vorsprung. Die Mechaniker haben perfekt gearbeitet, das war der Grundstein zu unserem Sieg."

Niucolas Armindo (Team Rosberg): "Wir waren das schnellste Team an diesem Wochenende, nun sind wirr in der Meisterschaft wieder vorn dabei."

Andreas Wirth (Alpina): "Das Auto war im Regen sehr gut, mit Platz sechs haben wir unser Ziel, in die Punkte zu fahren, erreicht."

Walter Lechner Jr. (Fischer Racing Team): "Der Start war eigentlich gut, dritter Platz. Konnte an den Audis dran bleiben und habe ein wenig rausgenommen um nicht drauf zu fahren in der ersten Ecke. Dann hat man gemerkt das es anfängt zu regnen, hab ich mir noch nichts gedacht aber einen Umlauf später die Box angesteuert. Aber leider haben wir den Boxenstopp ziemlich vergeigt. Ich meine wir haben zu viel Zeit verloren und 6 Plätze von daher gesehen war es nachher schon gelaufen. Im Regen glaub ich bin ich noch ganz gute Zeiten gefahren bis ich auf den Hennerici aufgelaufen bin. Dann hab ich ein bisschen schlechte Sicht gehabt, sodass der Grossmann auf mich auffahren konnte. Und dann haben wir kurzfristig einen Wechsel verzogen um aus dem Verkehr raus zu kommen. Christoffer ist einfach am Anfang zu langsam unterwegs gewesen, so das wir nicht um die Musik mit spielen konnten."


YS

Harald Becker (Fischer Racing Team): "Im Regen hatten wir recht starkes Untersteuern im Auto. Eigentlich müsste man mal richtig im Regen daran arbeiten. Nach der Berührung in der Spitzkehre dachte ich schon, das Rennen wäre vorbei für uns. Ich hatte auf einmal Spritzer auf der Frontscheibe und vermutete einen defekten Kühler. Es war aber nur ein bisschen Plastik, was sich bei uns gelöst hatte. Daher konnte ich weiter fahren. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden."

Christoffer Nygaard (Fischer Racing Team): "Es war für mich heute das erste Regenrennen mit dem Ford GT. Die Bedingungen waren sehr schwierig, ich hatte sehr viel Aquaplaning in der Parabolica. Der Motor des Ford hat ein enormes Drehmoment, ich musste sehr vorsichtig mit dem Gas umgehen um auf der Strecke zu bleiben. Wir müssen noch am Set up und den Bremsen arbeiten, dann sind wir richtig gut. An die Zeiten von Audi sind wir nicht hingekommen aber die anderen auch nicht."

Hardy Fischer (Fischer Racing Team): "Was soll ich sagen, gestern Top, heute Flop. Es freut uns, dass wir bereits bei der dritten Veranstaltung auf das Siegerpodest fahren konnten. Wir müssen noch an den Boxenstop arbeiten das alles perfekt läuft, denn mit den Audis haben wir eine sehr starke Konkurrenz."