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Christian Hohenadel/Toni Seiler fahren ersten Sieg ein Fischer-Racing-Piloten auf dem Siegerpodest Gleich mit zwei Autos reist Audi in der ADAC GT Masters als Tabellenführende vom 03. bis 05. Juli im Rahmen des ADAC Masters Weekend in die Lausitz zum EuroSpeedway an. Hier werden die Läufe sieben und acht in Angriff genommen. Mit einem Punktestand von 40 und 38 Zählern führen das Gespann Christian Abt/Jan Seyffarth (Abt Sportsline) die Meisterschaft vor dem Team Rosberg mit den Fahrern Nicolas Armindo/Cesar Campanico mit 32 und den Fischer Racing-Piloten Walter Lechner jr./Christoffer Nygard mit 26 Zählern an. Punktgleich liegen Tim Bergmeister/Frank Schmickler (Mühlner Motorsport) ebenfalls auf Rang fünf wie die Fischer-Piloten. Da noch insgesamt 160 Punkten in acht Läufen vergeben werden, ist hier in der ADAC GT Meisterschaft noch alles offen, denn die anderen Teams werden alles daran setzen, die Dominanz von Audi in den nächsten Rennen zu brechen. Die Tabellenführer konnten nämlich in den sechs absolvierten Läufen gleich drei für sich verbuchen und einmal einen zweiten Platz einfahren. Beim Auftaktrennen in Hockenheim, wo Chrisian Abt das Steuer noch mit dem Südafrikaner Shane Williams teilte, war nicht von Erfolg gekrönt, denn dort konnte der Kemptener nur zwei Punkte auf seinem Konto gut schreiben. Danach kam dann Jan Seyffarth in sein Team und sie fuhren ein gutes Ergebnis nach dem anderen ein.
![]() Hier auf dem Eurospeedway bekommt das starke Lager von Audi Verstärkung und zwar setzen Team Abt und Team Phoenix einen weiteren Audi R8 LMS ein. Beim Team Abt werden dort Shane Williams und Peter Terting ins Lenkrad greifen. Christopher Haase geht hier als Gaststarter für Phoenix an den Start. Sein Teamkollege in der Europameisterschaft Christopher Mies kommt an diesem Wochenende hier auch zum Einsatz. Beide werden aber nicht auf einem Fahrzeug starten. Christopher Haase teilt sich einen Audi mit Henri Moser und Christopher Mies wird zusammen mit Michael Outzen auf einem Audi genannt. Aus der Vergangenheit kennen Haase und Mies den EuroSpeedway und davon wollen Henri Moser und Michael Outzen jetzt profitieren.
![]() Christopher Haase (Phoenix Racing): "Der Start hat sich sehr kurzfristig ergeben, es ist toll, wieder einmal im ADAC GT Masters anzutreten. Christopher und ich werden versuchen, unsere Phoenix-Teamkollegen nach allen Kräften im Titelkampf zu unterstützen. Ich bin sehr gespannt darauf, wie schnell unser Audi R8 LMS auf dem EuroSpeedway sein wird. In der Vergangenheit hatte ich dort leider in den Rennen nicht ganz so viel Glück, ich hoffe auf zwei gute Ergebnisse mit dem Audi."
![]() Im ersten freien Training waren insgesamt 19 Fahrzeuge am Freitag Vormittag für eine Stunde auf der 3,442 Kilometer langen Strecke. Das Fischer Racing Team setzte in dieser Sitzung zwei Ford GT`s ein. Der eine wurde von Walter Lechner jr. und der andere von Christoffer Nygaard pilotiert. Das zweite Fahrzeug mit der Start-Nr. 9 und dem Walter Lechner jr. am Steuer wurde nur zum Funktionstest für die FIA GT3 European eingesetzt. Mit 31 absolvierten Runden und einer Zeit von 1:23,964 Minuten hatte sich das Gespann Toni Seiler/Christian Hohenadel (Callaway Competition) mit ihrer Corvette gegenüber allen anderen durchgesetzt. Hinter ihnen lagen Daniel Keilwitz/Marcel Leipert (rhino`s Leipert Motorsport) mit dem Ascari und Christoffer Nygaard (Fischer Racing) mit einem Ford GT. Der zweite Ford GT mit Walter Lechner jr. belegte den sechsten Platz. Der beste Audi R8 vom Team Phoenix mit den Fahrern Michael Outzen/Christopher Mies lagen auf Platz fünf. Der Tabellenführer Christian Abt (Abt Sportsline) musste sich zunächst mit dem zehnten Rang zufrieden geben.
![]() Am Freitag Nachmittag stand dann von 15.00 Uhr bis 16.00 Uhr das zweite freie Training auf dem Programm. In dieser Session setzte Fischer nur noch einen Ford GT ein. Dieses zweite freie Training wurde dann für eine gewisse Zeit unterborchen, da der Audi vom Argo Racing Team mit den Piloten Kuba Giermaziak und Frank Kechele wegen Bremsversagen von der Strecke geflogen und sehr heftig eingeschlagen war. Der Polnische Pilot wurde dann im nachhinein aus Sicherheitsgründen mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Für dieses Wochenende hatte das Fahrzeug einen Totalschaden erlitten. Bei noch 24 Minuten zu fahrender Zeit nahmen dann die Piloten das Training wieder auf. Zuvor hatte Kuba Giermaziak es aber geschafft sich mit 16 gefahrenen Runden und einer Zeit von 1:23,268 Minuten als schnellster Mann auf Rang eins gestellt, gefolgt von dem Mühlner Porsche mit den Piloten Frank Schmickler/Tim Bergmeister und dem Ford GT von Fischer Racing mit den Piloten Christoffer Nygaard und Walter Lechner jr.. Shane Williams/Peter Terting, die den zweiten Audi R8 von Abt Sportsline pilotierten, kamen nur auf Rang 15. Sechs Plätze davor wurde der zweite Phoenix-Audi mit den Fahrern Michael Outzen und Christopher Mies abgewunken. Mit der achtschnellsten Zeit sahen die Piloten Henri Moser/Chrisopher Haase, ebenfalls Phoenix Racing die Ziellinie.
![]() Am Abend stellte das Fischer Racing Team den Ford GT und den Dänen Christoffer Nygaard der Streckensicherung zu einer Sicherheitsübung zur Verfügung. Christoffer Nygaard musste auf dem GT geborgen werden mit dem Verdacht einer Wirbelsäulenverletzung. Nach kurzer Zeit war er geborgen. "Nachdem ich den Wirbelsäulenschutz anhatte und der Kopf fixiert war, konnte ich mich nicht mehr bewegen und man holte mich problemlos aus dem Wagen", so Christoffer Nygaard nach der Übung.
![]() Die beiden entscheidenden Zeittrainingssitzungen in denen die Startaufstellungen für die Rennen am Samstag und Sonntag ausgefahren werden, nahmen die Fahrer am Samstag Vormittag bei angenehmen Temperaturen von 22 Grad unter die Räder. In der ersten Session, die über zwanzig Minuten geht, hatte sich das Gespann Jan Seyffarth/Christian Abt mit ihrem Audi in der Anfangsphase an die Spitze gesetzt, gefolgt von Daniel Keilwitz/Marcel Leipert und Luca Ludwig/Marc Hennerici. Danach kam es immer wieder zu Positionswechseln. Am Schluß hatten dann Jan Seyffarth/Christian Abt sich mit zehn Runden und einer Zeit von 1:23,323 Minuten die Pole für das samstägige Rennen gesichert, gefolgt von Henri Moser/Christopher Haase und Luca Ludwig/Marc Hennerici. Christoffer Nygaard/Walter Lechner jr. werden das Rennen aus der sechsten Startposition aus aufnehmen. Vor ihnen werden die Tabellendritte Nicolas Armindo/Cesar Campanico stehen. Michael Outzen/Christopher Mies und Shane Williams/Peter Terting mussten sich mit der sechsten und siebten Startreihe zufrieden geben.
![]() Nach einer Pause von zehn Minuten ging es dann wieder los, um die sonntätige Startaufstellung auszufahren. Das Wetter hatte sich gebessert, denn die dunklen Wolken hatten sich verzogen und die Sonne kam heraus. Zunächst hatten sich hier Luca Ludwig/Marc Hennerici mit einer Zeit von 1:23,157 Minuten an die Spitze gesetzt. Hinter ihnen lagen Norman Knop/Martin Matzke. Es dauerte aber nicht lange und die Zeiten purzelten. So hatten sich dann Toni Seiler/Christian Hohenadel als schnellstes Gespann herausgestellt und Luca Ludwig/Marc Hennerici auf Rang zwei verwiesen. Christoffer Nygaard/Walter Lechner jr. schoben sich unterdessen auf Platz drei. Die Zeiten wurden immer schneller, so dass immer wieder andere Namen an der Spitze auftauchten.
![]() Bei noch vier Minuten zu fahrender Zeit hatten Nicolas Armindio/Cesar Campanico den Notausgang durch das Ovall nehmen müssen. Damit war diese Runde erst einmal gegessen. Thomas Jäger/Freddy Kremer auf Platz neun liegend hatten etwas später einen Quersteher zu verzeichnen. Die zweite Pole für Sonntag hatten Christian Hohenadel/Toni Seiler mit neun gefahrenen Runden und einer Zeit von 1.22,488 Minuten erzielt. Startplatz zwei und drei gingen an Marc Hennerici/Luca Ludwig und Daniel Keilwitz/Marcel Leipert. Wiederum werden Christoffer Nygaard/Walter Lechner jr. in der dritten Startreihe stehen. Der Tabellenführer wird das Rennen nur von Rang fünf aus aufnehmen. Die Gespanne Armindo, Outzen und Williams konnten sich alle verbessern. Sie platzierten sich auf den Rängen vier, sieben und dreizehn.
![]() Henri Moser (Phoenix Racing) Platz 7, Qualifying 2: "Ich habe noch ein Problem mit der Strecke. Meine Zeiten sind zwar konstant, aber zu langsam. Ich muss noch viel mit den Daten arbeiten und die schnelle Linie finden." Frank Schmickler (Mühlner Motorsport) Platz 7, Qualifying 1: "Da hätte mehr gehen müssen. In meiner letzten schnellen Runde hat mir leider ein Audi die Tür zu gemacht. Das war keine Absicht und kann vorkommen. Die Luft ist hier sehr dünn, so dass solche Sachen gleich mehrere Positionen kosten. Für uns ist es generell hier schwierig, weil wir immer voll am Anschlag fahren müssen. Das könnte im Rennen mal problematisch sein." Jan Lammers (Racing Team Holland) Platz 12 Qualifiyng 2: "Bei uns läuft es besser als an allen anderen Rennwochenenden zuvor. Wir hatten unser Auto bei Reiter und es ist komplett duchgecheckt worden. Dabei wurde festgestellt, dass ein Teil der Aufhängung nicht mehr ok war. Nun liegt das Auto um Welten besser. Mittelfristig ist bei uns nun die Top 10 möglich."
![]() Ihren siebten Lauf nahmen die Piloten am Samstag Nachmittag bei nasser Strecke unter die Räder. Diesmal wurden zwei Einführungsrunden gefahren, weil es zuvor sehr heftig geregnet hatte. Der fliegende Start ging dann zu Gunsten von Jan Seyffarth/Christian Abt aus. Denn sie bogen als erste in die erste Kurve hinein. Mit sehr viel Disziplin war das Feld unterdessen unterwegs. Auf Start und Ziel griffen Christoppher Haase/Henri Moser die Führenden an und konnten auch an ihnen vorbei gehen. Damit hatte es einen Führungswechsel gegeben. Der führende Audi konnte sich auch direkt mit einigen Wagenlängen absetzen. Überall im Feld kam es zu Positionswechseln, die aber alle sehr fair abliefen. Unterdessen hatten Toni Seiler/Christian Hohenadel eine Durchfahrtsstrafe erhalten wegen Überholen unter Gelb. In diesem Moment kamen Luca Ludwig/Marc Henneric in die Box. Einen harten Kampf lieferten sich nach fünf Runden Christoffer Nygaard/Walter Lechner jr. mit Cesar Campanico/Nicolas Armindo. Die ersten drei Fahrzeuge fuhren alle mit einem gewissen Respektabstand hintereinander her. Zwischenzeitlich hatte man die Strafe für Toni Seiler/Christian Hohenadel wieder gestrichen. An der Spitze hatten sich Christopher Haase/Henri Moser auf und davon gemacht. Der Abstand betrug 2,4 Sekunden.
![]() Jetzt erhielten Shane Williams/Peter Terting auf Rang zehn fahrend eine Durchfahrtsstrafe. Zwei Plätze gut gemacht hatten die Fischer-Racing-Piloten. Sie lagen nun auf Rang vier und versuchten den Anschluß an Marcel Leipert/Daniel Keilwitz zu bekommen. Luca Ludwig/Marc Hennerici befanden sich auf dem elften Rang und konnten nun einen Platz nach vorne rutschen, da Shane Williams/Peter Terting nach acht Runden ihre Strafe antraten. Runde um Runde setzten sich die Führenden weiter vom Feld ab. Ende Turn 1 hatten sich die Fischer-Piloten die Drittplatzierten geschnappt und dessen Rang eingenommen. Zu dieser Zeit fing die Ideallinie so langsam an abzutrocknen und man sah, das die Piloten mit den Regenreifen die nasseren Stellen aufsuchten. Cesar Campanico/Nicolas Armindo versuchten rundenlagn Frank Schnmickler/Tim Bergmeister auf Rang fünf zu attackieren. Doch sie mussten zunächst einmal immer wieder zurückstecken. Genauso eng ging es um Position zwölf zwischen Jürgen Häring/Dimitri Konstantinou und Oliver Mayer/Sakon Yamamoto zu. Nach 16 gefahrenen Runden kam die Sonne wieder hinter den Wolken hervor.
![]() Als erste kamen Marius Ritskes/Jan Lammers zu ihrem Pflichtboxenstopp herein. Genauso früh suchten auch die Fischer-Piloten die Box auf. Die ersten drei blieben noch auf der Strecke. Durch diese Stopps geriet die Reihenfolge erst einmal wieder durcheinander. Der Boxenstopp bei Marius Ritskes/Jan Lammers hatte sehr lange gedauert, denn wie waren als Erste, aber nur als Vierter wieder auf die Strecke zurück gekommen. Nach dem Boxenstopp hatten Henri Moser/Christopher Haase alle Hände voll zu tun, sich den Tabellenführer vom Hals zu halten. Im nachhinein schafften sie es dann doch nicht und nach 21 Runden führten wiederum Christian Abt/Jan Seffarth mit einem Vorsprung von 1,8 Sekunden vor Henri Moser/Christopher Haase und Walter Lechner jr./Christoffer Nygaard. Diesen saßen direkt im Nacken Michael Outzen/Christopher Mies. Die Fahrer hatten bei ihrem Boxenstopp dann alle auf Slicks gewechselt. Erneut waren Sakon Yamamoto/Oliver Mayer auf Rang vierzehn liegend in die Box gekommen. Von alledem bekamen die Führenden nichts mit, denn sie waren mit 3,1 Sekunden auf und davon gefahren. Zwischenzeitlich hatten die Fischer-Piloten einen Platz eingebüst und lagen nur noch auf Rang vier.
![]() Im Schlepptau von Walter Lechner jr./Christoffer Nygaard befand sich bei noch zwölf Minuten zu fahrender Zeit Nicolas Armindo/Cesar Campanico. Diese beiden Fahrzeuge versuchten nun weiter Michael Outzen/Christopher Mies unter Druck zu setzen. Der Vorsprung der Führenden war zu dieser Zeit auf 0,8 Sekunden geschrumpft. Hinter ihnen machten Henri Moser/Christopher Haase immer mehr Druck. Auf Rang acht waren Peter Terting/Shane Williams in höchsten Nöten. Auf der Start und Zielgeraden wurden sie dann von Marc Hennerici/Luca Ludwig niedergerungen. Die ersten beiden waren trotz ihres Zweikampfes mit über 15 Sekunden Vorsprung dem Feld auf und davon geeilt. In Schlußphase kamen Nicolas Armindo/Cesar Campanico und Walter Lechner jr./Christoffer Nygaard in die Box. Zur gleichen Zeit hatte es einen Führungswechsel gegeben und zwar hatten die beiden Audi R8 ihren Platz gewechselt. Unterdessen kamen Walter Brun/Patrick Gerling mit gebrochener hinterer Radaufhängung in die Box.
![]() Tim Bergmeister/Frank Schmickler hatten von dem Ausfall der Fischer-Piloten profitiert und waren auf Platz vier vorgefahren. Im Verlauf der 35. Runde versuchten Marc Hennerici/Luca Ludwig Tim Bergmeister/Frank Schmickler niederzuringen, doch zunächst einmal mussten sie zurückstecken. Sie hatten jetzt noch zwei Runden zu fahren. Im nachhinein konnten die Mühlner-Porsche-Piloten die Corvette nicht halten und mussten sie ziehen lassen. Auf Rang vier fahrend hatten Tim Bergmeister/Frank Schmickler in der letzten Runde alle Hände voll zu tun, denn im Nacken saßen ihnen jetzt Daniel Keilwitz/Marcel Leipert. Sieger nach 37 Runden wurden Henri Moser/Christopher Haase, gefolgt von Christian Abt/Jan Seyffarth und Michael Outzen/Christopher Mies. Damit hatte Audi einen Dreifachsieg eingefahren. Tim Bergmeister/Frank Schmickler hatten ihren fünften Platz behaupten können und wurden dort auch abgewunken. Nicolas Armindo/Cesar Campanico beendeten das Rennen auf dem elften Rang, denn sie waren noch einmal aus der Box hinausgefahren. Mit sechs Runden Rückstand wurden Walter Lechner jr./Christoffer Nygaard noch auf Rang 15 gewertet.
![]() Henri Moser (Phoenix Racing), Sieger: "Zusammen mit Christopher habe ich viel an den Daten gearbeitet, was mir im Rennen einen großen Fortschritt gegenüber dem Zeittraining gebracht hat. Um auf den ersten Rang zu kommen, habe ich die einzige Chance zum überholen genutzt, die sich mir geboten hat." Christian Abt (Abt Sportsline), Platz zwei: "Nach dem Sieg beim letzten Rennen in Hockenheim fahren wir hier mit einem 50kg "Postpaket"-Platzierungsgewicht auf dem Beifahrersitz. Ich bin kein Risiko eingegangen und muss an die Meisterschaft denken." Jan Seyffarth (Abt Sportsline), Platz zwei: "Ich hatte am Anfang Probleme mit den Regenreifen, die haben wir nicht so schnell auf Temperatur bekommen. Daher musst ich Christopher auch erst einmal ziehen lassen. Erst gegen Ende meines Stints kam ich ran. Die zusätzlichen Kilos im Auto haben sich heute auch bemerkbar gemacht, vor allem Christian hatte damit im Trockenen zu kämpfen." Christopher Mies (Phoenix Racing), Platz drei: "Das war heute von Rang 12 aus kein einfaches Rennen. Nach dem Stopp habe ich gut zwei Runden gebraucht, bis die Reifen auf Temperatur kamen. Danach konnte ich pushen und habe teilweise 2 bis 3 Autos in einer Runde überholen können. Der Zeitpunkt auf Slicks zu gehen war schon optimal gewählt. Ich wäre gerne noch an die ersten beiden rangekommen, aber ich war über 15 Sekunden weg. Das war zu viel. obwohl ich im Schnitt fünf Zehntel Sekunden pro Runde gut gemacht habe."
![]() Christian Hohenadel (Callaway Competition) Platz acht: "Wir sind sehr früh zum Wechsel auf Slicks rein gekommen, was sich für uns als gute Entscheidung heraus gestellt hat. Von Rang 18 aus konnte ich dann sofort die Slicks nutzen, wir hatten die Reifen sehr schnell auf Temperatur. Während uns im Regen eine Sekunde fehlt, sind wir im Trockenen vorne mit dabei und ich konnte Runde um Runde Plätze gewinnen. Schön, dass wir noch einen Punkt geholt haben." Walter Lechner Jr. (Fischer Racing Team), Platz 15: "Auf der Strecke waren zu diesem Zeitpunkt noch viele nasse Stellen, auf denen ich auf den kalten Slicks höllisch aufpassen musste. In der ersten Runde stand ich gleich mehrmals quer, weshalb ich den überrundeten Lambo und auch einen Audi vorbeilassen musste.Von hinten kam mit Nicolas Armindo schon der nächste Audi R8 herangestürmt, ich musste also so schnell wie möglich vorbei. Als wir auf einen weiteren Überrundeten aufliefen, wählte ich zwischen den beiden Fahrzeugen die Mitte –beim Anbremsen knallte mir Armindo dann ins Heck. Das Ganze ist umso ärgerlicher, da wir das bisherige Wochenende ganz easy mit der Spitze mithalten konnten."
![]() Am Sonntag Mittag um 14.00 Uhr ging es dann wieder zum zweiten Lauf an diesem Wochenende auf die 3,442 Kilometer lange Strecke. Bei herrlichstem Sommerwetter führte das Führungsfahrzeug die 17 Fahrzeuge in ihre Einführungsrunde. Die Pole-Setter Christian Hohenadel/Toni Seiler konnten den fliegenden Start für sich verbuchen. Weit gefächert ging es auf die erste Kurve zu. Dort sortierten sie sich aber wieder. Etwas später kamen Christian Abt/Jan Seyffarth etwas in Nöten, mit der Folge, das sie auf Rang neun zurückfielen. Nach der ersten Runde führten Christian Hohenadel/Toni Seiler mit einem Vorsprung vbn 1,0 Sekunden vor Marc Hennerici/Luca Ludwig und Daniel Keilwitz/Marcel Leipert. Einen Platz gut machen konnten die Fischer-Piloten. Einen harten Kampf lieferten sich Christopher Mies/MichaelOutzen mit Tim Bergmeister/Frank Schmickler um die sechste Position. Nach drei absolvierten Runden waren die Mühlner-Piloten von Thomas Jäger/Freddy Kremer niedergerungen worden. Alle Hände voll zu tun hatten auch Walter Lechner jr./Christoffer Nyggard. Ihnen im Nacken saßen Christopher Mies/Michael Outzen. Die ersten vier Fahrzeugen hatten alle einen gewissen Respektabstand zueinander. Danach riss das Feld ein wenig ab.
![]() Die führende Corvette konnte Runde um Runde ihren Vorsprung immer weiter ausbauen. Auf den hinteren Plätzen wurde genauso hart gekämpft wie im Vorderfeld. Zwischenzeitlich waren Sakon Yamamoto/Oliver Mayer in sehr langsamer Fahrt unterwegs. Zur gleichen Zeit hatten Christian Abt/Jan Seyffarth sich Martin Matzke/Norman Knop geschlagen geben müssen. Um die zwölfte Position war ein Vierkampf entstanden. Nicolas Armindo/Cesar Campanico behaupteten ihren vierten Rang. Nach zehn gefahrenen Runden fuhren die ersten zehn alle mit einem gewissen Respektabstand hintereinander her. Unterdessen wurden die Attacken von Martin Matzke/Norman Knop auf Tim Bergmeister/Frank Schmickler um den achten Rang immer stärker. Nach vierzehn Runden traten Probleme bei Peter Terting/Shane Williams auf Rang vierzehn fahrend auf, denn sie wurden langsamer und büsten dann einen Platz ein. Henri Moser/Christopher Haase setzten unterdessen immer mehr Christian Abt/Jan Seyffahrt unter Druck. Zwischenzeitlich hatten sich die Phoenix-Piloten schon einmal neben den Piloten von Abt Sportsline gesetzt. Sie mussten aber im nachhinein zurückstecken. Nach 16 Runden erfolgte dann von Ditmitri Konstantinou/Jürgen Häring der Pflichtboxenstopp.
![]() Eine Runde später kamen die beiden Kampfhähne von Abt Sportsline und Phoenix Racing herein. Nachdem sie ihren Stopp absolvierten hatten, ging dieser Zweikampf auf der Strecke weiter. Tim Bergmeister/Frank Schmickler hatten zu dieser Zeit einen Dreher zu verzeichnen und befanden sich danach nur noch auf Rang neun wieder. Mit einem Vorsprung von 3,8 Sekunden führte die Corvette das Feld an. Als Drittplatzierter kam als Erster aus der Spitzengruppe Daniel Keilwitz/Marcel Leipert herein. Die Piloten Martin Matzke/Norman Knop befanden sich zu dieser Zeit unter Beobachtungder Rennleitung. Nach 23 Runden kamen sie jetzt reihenweise in die Box. Darunter befand sich auch der Ford GT von Fischer Racing. Die Reihenfolge geriet durcheinander. Alle drei Fahrzeuge gingen gleichzeitig wieder auf die Strecke hinaus. Die Nase hatten hier Christoffer Nygaard/Walter Lechner vorne. Zwei Runden später kamen auch die Erst und Zweitplatzierten herein. Nachdem alle Fahrzeuge ihren Pflichtboxenstopp absolviert hatten, war die Reihenfolge wieder hergestellt, die wie folgt lautete: Toni Seiler/Christian Hohenadel, Luca Ludwig/Marc Hennerici (beide auf Corvette Z06R GT3), Shane Williams/Peter Terting im Audi R 8 und die Fischer Racing Piloten Christoffer Nygaard/Walter Lechner jr. im Ford GT. Die Rennleitung sprach dann für Luca Ludwig/Marc Hennerici sowie Shane Williams/Peter Terting eine Stop an Go Strafe wegen Unterschreitens des Boxenzeitfensters aus.
![]() Nachdem diese Piloten ihre Strafe angetreten hatten, war der Ford GT auf Rang zwei vorgerutscht. Jetzt versuchten Cesar Campanico/Nicolas Armindio sich auf Rang zwei vorzuarbeiten. Nachdem sie dann einen kleinen Fehler gemacht hatten, konnten Marcel Leipert/Daniel Keilwitz ihren dritten Platz einnehmen. Etwas später wurde der Druck der Ascari-Piloten auf den Ford GT von Fischer Racing immer stärker. Als jetzt Überrundungen anstanden hatten Christoffer Nygaard/Walter Lechner jr. sich wieder etwas Luft verschaffen können, denn der Ascari hinter ihnen wurde etwas aufgehalten. Danach knabberte dieser sofort wieder an dem Vorsprung des Ford GT. Rundenlang dauerte dieser Kampf an. Die letzten drei Runden wurden dann noch zu einer Farce. Hier hatte der Däne alle Hände voll zu tun, sich den Ascari vom Hals zu halten. Immer wieder versuchten Marcel Leipert/Daniel Keilwitz an dem Fischer-Piloten vorbeizugehen. Dieser schlug ihm jedes Mal die Tür vor der Nase zu. Sieger nach 42 Runden wurden Toni Seiler/Christian Hohenadel vor Christoffer Nygaard/Walter Lechner jr. und Marcel Leipert/Daniel Keilwitz. Jan Seyffarth/Christian Abt wurden nur auf Rang zehn abgewunken. Der beste Audi R8 LMS kam auf Platz vier mit den Piloten Cesar Campanico/Nicolas Armindo.
![]() In der Meisterschaft führt trotzdem weiterhin Christian Abt mit 48 Punkten vor Jan Seyffarth mit 46 und dem Gespann Cesar Campanico/Nicolas Armindo mit 37 Punkten. Christian Hohenadel (Callaway Competition), Sieger Rennen: "Ich musste am Anfang möglichst viel Zeit auf Marc (Hennerici) gut machen, da Toni etwas langsamer als Luca Ludwig ist. Fünf Sekunden waren es dann als ich in die Box gekommen bin. Aber heute habe ich aufgrund der Hitze lange warten müssen, bis mich das Team hereingerufen hat. Heute war es uniheimlich heiß im Auto. Aber ich bin sehr glücklich über den Sieg." Christoffer Nygaard (Fischer Racing Team, Ford GT), Zweiter: "Nach Platz 2 am letzten Wochenende in Hockenheim war das jetzt die richtige Steigerung. Vor dem Boxstopps war ich unter Druck von den Audis. Konnte aber in der Box einen von ihnen überholen und wollte den Vorsprung so groß wie möglich ausbauen und schauen, dass ich keinen Fehler mache. Den Kampf zwischen Leipert und mir konnte ich ganz gut kontrollieren. Allerdings hätte das Rennen nicht viel länger dauern dürfen. Der Pedalweg der Bremse wurde kontinuierlich länger. Ansonsten bin ich sehr glücklich." Walter Lechner Jr. (Fischer Racing Team, Ford GT), Zweiter: "Natürlich bin ich überglücklich, dass das Wochenende noch so ein tolles Ende genommen hat. Der Start war Medium konnte aber dennoch danach einen Platz gutmachen. Zunächst hatte ich mit dem Grip zu kämpfen, dann wurde das Auto Runde um Runde besser. Die Hitze war schon ernorm. Es ist mein bisher bestes Ergebnis in den ADAC GT Masters, dazu wichtige Punkte für die Meisterschaft – heute ist echt ein guter Tag! Für das gesamte Team war es enorm wichtig, dass wir die starken Leistungen – wie zuletzt in den Trainings – endlich auch im Rennen zeigen konnten. Für die Rennen heißt es nun konsequent weiter arbeiten und den heutigen Erfolg bestätigen."
![]() Hardy Fischer (Teamchef): "Nach dem schlechten Samstag haben wir nun einmal einen schönen Sonntag erlebt. Von Platz sechs auf zwei nach der vielen Arbeit war es der Lohn dafür. So kann es weiter gehen auf dem Nürburgring und hoffen dort zu gewinnen. Des weiteren wird auch das zweite Auto mit Gindorf und Kräling fahren." Marcel Leipert (rhino´s team Leipert) Dritter: "In meiner Outlap bin ich leider etwas in den Verkehr geraten, was mich Zeit gekostet hat. Ich hatte nicht geplant, zwischen den Audi wieder heraus zu fahren. Der Kampf mit Campanico um Rang 3 war dann schon hart, ist aber dann doch gut für mich ausgegangen ist." Christian Abt (Abt Sportsline) Platz zehn: "Wir hatten an beiden Fahrzeugen Probleme mit der Öltemperatur, die wir uns nicht richtig erklären können. Wir mussten immer warten, bis die Werte wieder im grünen Bereich waren, und konnten dann weiterfahren. Das hat uns insgesamt bestimmt über 30 Sekunden und damit die Punkteränge gekostet. Doch lange hält sich die Mannschaft mit diesem Rückschlag nicht auf. Christian Abt: "Das haken wir ab und blicken nach vorn: Beim nächsten Rennen sind wir unser Platzierungsgewicht wieder los und werden angreifen."
![]() Tabellen:
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