Hockenheim
15.05. - 17.05.2008

EuroSpeedway
29.05. - 31.05.2009

Norisring
26.06. - 28.06.2009

Zandvoort / NL
17.07. - 19.07.2009

Oschersleben
31.07. - 02.08.2009

Nürburgring
14.08. - 16.08.2009

Dijon / F
09.10. - 11.10.2009

Hockenheim
23.10. - 25.10.2009


Tabellen

Starterlisten

Serien-Infos



Siegerpodest international
Zweiter Saisonerfolg für Shane Williams

Im Rahmen der DTM finden die Läufe elf und zwölf des Seat Leon Supercopa vom 14. bis 16. August in der Eifel statt. Gefahren wird diesmal auf der Kurzanbindung von 3,629 Kilometer. Mit 171 Zählern auf seinem Konto reiste Mister Markenpokal Thomas Marschall (Sartorius Black Falcon) hierher an, gefolgt von seinem Teamkollegen Christer Jöns mit 152 Punkten. Mit 117 Zählern liegt Heiko Hammel (Burgmann Racing powered by Pole Promotion) auf Rang drei. Insgesamt werden in den noch sechs zu absolvierenden Rennen 120 Punkte vergeben. Damit ist die Meisterschaft für Thomas Marschall noch lange nicht in trockenen Tüchern. Denn hier in der Eifel werden die jungen "Wilden" es wieder einmal versuchen dem Routinier das Leben schwer zu machen.


YS

21 Pilotinnen und Piloten nahmen am Freitagmittag bei warmen Temperaturen ihr freies Training unter die Räder. Hier hatte sich Christer Jöns (Team Black Falcon) mit 16 Runden und einer Zeit von 1:39,309 Minuten als Schnellster herausgestellt, gefolgt von der Gaststarterin Nicole Mülenmeister (Nicole Müllenmeister Motorsport) und Thomas Marschall (Team Black Falcon). Heiko Hammel, der Dritte in der Tabelle musste sich zunächst mit dem siebten Rang zufrieden geben. Christian Bebion, Wolfgang Klein und Mario Dablander, die Piloten von HRS lagen auf den Rängen sechs, neun und zehn. Die anderen beiden Gaststarter Christina Surer (SEAT Deutschland) und der Tscheche Jiri Navratilo (Logiplus by T.A.C. Race Solution) fuhren auf den Plätzen 19 und 20.


CS

Am Nachmittag mussten sie dann alle noch einmal hinaus auf die Strecke, um ihr Zeittraining, welches für die Startaufstellung ausschlaggebend ist, hinter sich zu bringen. Zunächst wechselten wie immer die Führungspositionen. Die Zeiten gegenüber morgens wurden auch schneller. Nach dem dreißig minütigen Qualifying hatte sich Heiko Hammel gegenüber allen anderen durchgesetzt und sich mit 15 absolvierten Runden und einer Zeit von 1:38,398 Minuten die Pole-Position für das Rennen am Samstagnachmittag gesichert. Hinter ihm werden Christer Jöns und Damian Sawicki (GAG Racing) ins Rennen gehen. Der Tiroler Mario Dablander hatte sich verbessern können und wird das Rennen aus der zweiten Startreihe aus aufnehmen. Hingegen mussten sich Wolfgang Klein und Christian Bebion mit den Startplätzen elf und zwölf zufrieden geben. Auch Nicole Müllenmeister, die als beste Gaststarterin im freien Training unterwegs war, musste Federn lassen. Sie steht neben Sean Paul Breslin (Team Black Falcon) in der siebten Startreihe. Christian Surer hatte ihre Platzierung behaupten können. Dafür war Jiri Navratil auf Platz 21 abgerutscht.


Den elften Lauf nahmen die Pilotinnen und Piloten am Samstagnachmittag in Angriff. Bei strahlendem Sonnenschein erfolgte der Start ohne Probleme und der Pole-Setter konnte seine Platzierung nicht behaupten, denn Christer Jöns gewann den Start und führte das Feld in die erste Kurve. Auch Damian Sawicki konnte noch vorbeigehen. Dort ging es im hinteren Feld schon zur Sache. Es wurden harte Zweikämpfe ausgetragen. Nach der ersten Runde führte Christer Jöns mit einem Vorsprung von 1,2 Sekunden vor Damian Sawicki und Heiko Hammel. Mario Dablander konnte seine Platzierung behaupten. Unterdessen hatte Thomas Marschall zwei Plätze verloren. Auch Wolfgang Klein hatte beim Start Federn lassen müssen. Er fuhr nun auf Rang dreizehn. Als beste Dame war Christina Surer auf Rang 18 unterwegs. Im Verlauf der zweiten Runde war Nicole Müllenmeister nach hinten gerutscht und lag nur noch auf Platz 20, da sie zuvor von Alex Plenagl touchiert wurde. Dieser war danach nur noch in langsamer Fahrt unterwegs. Er hatte sich bei dieser Berührung die Vorderachse beschädigt.


An der Spitze bekam Christer Jöns davon nichts mit, denn er hatte sich schon mit 2,1 Sekunden abgesetzt. Zur gleichen Zeit waren Nicole Müllenmeister und Alex Plenagl in die Box gekommen. Die ersten vier Piloten fuhren alle mit einem gewissen Respektabstand hintereinander her. Einen harten Kampf lieferten sich Philipp Leisen und Christian Bebion um Rang zehn. Letzterer hatte noch Patryk Pachura und Wolfgang Klein im Schlepptau. Zwischenzeitlich war Nicole Müllenmeister wieder mit von der Partie. Fuhr aber mit einer Runde Rückstand dem Feld hinterher. Philipp Leisen erhielt von der Rennleitung eine Verwarnung, weil er in der NGK-Schikane die Motorradvariante gefahren war und sich dadurch einen kleinen Vorteil gegenüber seiner Konkurrenz verschafft hatte. An der Spitze setzte sich Christer Jöns immer weiter ab. Auch Mario Dablander auf Platz vier hatte sich gegenüber Shane Williams Luft verschaffen können. Der Südafrikaner wurde nach sieben Runden von Thomas Marschall beschäftigt.


Im Verlauf der neunten Runde wurde zwischen Andreas Pfister und Ivan Vrsinsky etwas der Lack in der NGK-Schikane ausgetauscht. Hier ging es um die 15. Position. Der Gaststarter Jiri Navratil hatte von einigen Vorfällen profitiert und befand sich auf Rang 19. Bei Halbzeit hatte Thomas Marschall sich Shane Williams zurechtgelegt. Es dauerte dann auch nicht lange und der erste ernsthafte Anfgriff erfolgte in der Mercedes-Arena. Mister Markenpokal musste aber erst einmal zurückstecken. In der zwölften Runde konnte sich Thomas Marschall Ende Start und Ziel innen an Shane Williams vorbeidrücken und war damit auf Platz fünf vorgefahren. Nicole Müllenmeister musste zum zweiten Mal die Box aufsuchen. Damit war auch das Rennen für sie gegessen. Da die beiden Streithähe Thomas Marschall und Shane Willimas immer noch nicht Ruhe gaben, konnte sich Petr Fulin an den Südafrikaner heranfahren und machte nun unheimlich Druck.


Auch im Mittelfeld ging es ziemlich zur Sache. Alle Hände voll zu tun hatte auch Christian Bebion auf Rang zehn, um sich den Polen Patryk Pachura vom Hals zu halten. Bei einem Überholvorgang von Philipp Leisen hatte dieser zuviel riskiert und danach brach das Auto hinten aus und er drehte sich. Dadurch hatte er jetzt drei Plätze verloren und fuhr dem Feld hinterher. Er kam bei noch drei zu fahrenden Runden auch in die Box. Bei ihm brannten die hinteren Bremsbeläge. Mit einem Vorsprung von 4,1 Sekunden war unterdessen Christer Jöns an der Spitze unterwegs. Am Ende hatte sich Mister Markenpokal dann frei schwimmen können und hatte auf Platz fünf nach vorne und hinten genug Luft. Sieger nach 18 Runden wurde Christer Jöns, der damit seinen dritten Erfolg einfuhr, gefolgt von Damian Sawicki und Heiko Hammel. Mario Dablander und Thomas Marschall wurden auf den Rängen vier und fünf abgewunken. Christian Bebion und Wolfgang Klein sahen die Zielflagge auf den Plätzen zehn und zwölf. Christina Surer hatte sich noch verbessern können und kam als Fünfzehnte ins Ziel.


YS

In der Meisterschaft führt weiterhin Thomas Marschall mit 181 vor Christer Jöns mit 173 und Heiko Hammel mit 132 Punkten.

Christer Jöns, Sartorius Team Black Falcon (Sieger): "Der Start konnte nicht besser sein. Heiko dagegen kam nicht so gut weg und so konnte ich als erster in das Yokohama-S einbiegen. Danach lief alles nach Plan. Ich konnte mich absetzen und das Rennen von der Spitze aus kontrollieren. Mein Rennen war heute wie das Wetter: einfach perfekt. Jetzt ist der Kampf um die Meisterschaft zumindest wieder spannender."

Damian Sawicki, GAG Racing (Zweiter): "Zu Beginn habe ich vom schlechten Start von Heiko profitiert. Aber gegen Christer war kein Kraut gewachsen. Vor allem in der Anfangsphase war er viel zu schnell. Später habe ich zwar zulegen können, aber der Vorsprung war mittlerweile zu groß geworden. Trotzdem bin ich mit Platz zwei sehr zufrieden."

Heiko Hammel, Burgmann Racing powerd by Pole Promotion (Dritter): "Meine Kupplung trennte nicht richtig, deshalb auch mein miserabler Start. Sonst aber hat sich das Auto sehr gut angefühlt. Nachdem Christer und Damian mich überholt hatten, war der Zug nach ganz vorne natürlich abgefahren. So habe ich mich auf die Sicherung von Platz drei konzentriert."


Am frühen Sonntagmorgen bei strahlendem Sonnenschein mussten die Fahrerinnen und Fahrer ihren zweiten Lauf an diesem Wochenende unter die Räder nehmen. Da die ersten sechs in umgekehrter Reihenfolge des Zieleinlaufs vom Vortag in die Startaufstellung gehen, stand diesmal der Südafrikaner Shane Williams auf der Pole-Position. Hinter ihm werden Thomas Marschall und Mario Dablander das Rennen aufnehmen. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne Probleme. Shane Williams hatte einen guten Start und konnte seine Platzierung behaupten. Sehr diszipliniert ging es durch die erste Kurve. Der Pole-Setter hatte sich bereits in der ersten Runde mit einigen Metern absetzen können. Wenig später gerieten Sean Paul Breslin und Andreas Pfister etwas aneinander. Hier wurde schon der Lack ausgetauscht. Nach der ersten Runde führte Shane Williams mit 0,6 Sekunden vor Thomas Marschall und Damian Sawicki.


YS

Unterdessen war Philipp Leisen schon in die Box gekommen. Zur gleichen Zeit wurde Christina Surer von Ivan Vrsinsky angeschoben, drehte sich und kollidierte noch leicht mit Alex Plenagl. Danach durfte sie dem Feld wieder hinterher eilen. Mario Dablander hatte seine Platzierung nicht behaupten können, denn er war auf Rang sechs zurück gefallen. Auch seine beiden Teamkollegen Christian Bebion und Wolfgang Klein hatten an Boden verloren. Sie befanden sich auf den Rängen elf und zwölf. Letzterer hatte sich im nachhinein seine Position nach dem Überholen von Tim Tews wieder zurückgeholt. Nicole Müllenmeister war nun als beste Dame auf Rang 17 unterwegs. Die ersten vier Piloten waren nach vier Runden noch sehr dicht beisammen. Danach riss das Feld erst ein wenig ab.


YS

In der fünften Runde musste sich Mario Dablander Christer Jöns geschlagen geben. Dieser versuchte jetzt Andreas Simonsen zu attackieren, um weiter nach vorne zu kommen. Der Schwede hatte sich in der Anfangsphase von Rang neun auf Platz fünf vorgearbeitet. Er musste jetzt absolute Kampflinie fahren. Bei noch elf zu fahrenden Runden erhielt Ivan Vrsinsky die schwarze Flagge, weil er seine Durchfahrtsstrafe wegen push another car nicht angetreten hatte. An der Spitze tat sich rundenlang gar nichts, sie fuhren alle mit einem kleinen Respektabstand hintereinander her. Zur gleichen Zeit war Alex Plenagl etwas auf Abwegen unterwegs. Um den 15. Platz ging es in der neunten Runde zwischen Sean Paul Breslin und Nicole Müllenmeister mächtig zur Sache. Die junge Dame setzte den Iren immer mehr unter Druck. Beide mussten hier und dort auch schon mal durch den Dreck.


Nach Halbzeit des Rennens wurde der Kampf an der Spitze härter. Thomas Marschall versuchte den Südafrikaner in einen Fehler zu treiben. Er musste aber auch aufpassen, dass der Pole Damian Sawicki, der direkt hinter ihm lag, dies nicht auch noch ausnutzen würde, um vielleicht nicht nur Mister Markenpokal zu überholen, sondern gleich an beiden vorbeizuziehen. Zwischenzeitlich war Alex Plenagl wieder von der Strecke gekommen und war hoppelnd auf dem Grünen und durchs Kiesbett unterwegs. Nach zwölf gefahrenen Runden kam endlich Ivan Vrsinsky in die Box. Nicloe Müllenmeister musste sich nach einem Ausritt hinter Christina Surer auf Platz 18 wieder einreihen. Eingangs der Coca Cola Kurve kam der nächste weitere Ausritt von Nicloe Müllenmeister. Danacgh lag sie dann am Ende des Feldes.


In der Schlußphase war an der Spitze wieder Ruhe eingekehrt, denn Shane Williams hatte einen Vorsprung von 1,0 Sekunde. Auch Thomas Marschall auf Rang zwei hatte gegenüber Damian Sawicki Luft bekommen. Heiko Hammel auf Rang vier hatte genug Vorsprung nach hinten. Um Rang 15 war die Messe aber noch nicht gelesen, denn Sean Paul Breslin bekam es jetzt mit Christina Surer zu tun. Drei Runden vor Schluß wurde Nicole Müllenmeister von Tim Tews touchiert, mit der Folge, das sie das havarierte Fahrzeug neben der Strecke abstellen musste. In der letzten Runde war der Vorsprung des Südafrikaners auf 0,7 Sekunden geschrumpft, er konnte seine Position weiter behaupten und wurde nach 18 Runden als Sieger vor Thomas Marschall und Damian Sawicki abgewunken. Heiko Hammel kam als Vierter ins Ziel. Mario Dablander, Christian Bebion und Wolfgang Klein überquerten die Ziellinie auf den Rängen sieben, elf und zwölf. Christina Surer wurde als Sechzehnte abgewunken.


Shane Williams, Burgmann Racing powerd by Pole Promotion (Sieger): "Das war heute meine erste Pole Position. Deshalb war ich extrem nervös. Aber zum Glück ging alles glatt. Während des Rennens musste ich mich sehr konzentrieren, denn Thomas Marschall hat permanent Druck gemacht. Auf einigen Passagen der Strecke war ich schneller, auf anderen wieder Thomas. Aber das Set Up hat sehr gut gepasst. In der letzten Runde stieg dann die Nervosität wieder extrem. Ich war sehr froh, als ich die Zielflagge zu sehen bekam."

Thomas Marschall, Sartorius Team Black Falcon (Zweiter): "Nach Platz fünf gestern bin ich natürlich mit diesem Resultat zufrieden. Natürlich hätte ich gerne gewonnen, aber Shane war sehr konzentriert unterwegs und hat so gut wie keine Fehler gemacht. Ich hatte zwar die eine oder andere Chance, zu überholen, aber die Turbokühlung braucht Luft und deshalb musste ich immer wieder abreißen lassen."

Damian Sawicki, GAG Racing (Dritter): "Der Start verlief diesmal sehr gut. Dablander und Hammel konnte ich noch vor dem Yokohama-S hinter mir lassen. Im weiteren Verlauf des Rennens war ich zwar schneller als Marschall, aber an eine Überholen war leider nicht zu denken."


CS