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29.05. - 31.05.2009

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17.07. - 19.07.2009

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Hockenheim
23.10. - 25.10.2009


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Mister Markenpokal holt sich vorzeitig den Meistertitel
Damian Sawicki gewinnt Lauf vierzehn

Zum ersten Mal in der Geschichte des Seat Leon Supercopa wurde auf dem Circuit Dijon-Prenois in Frankreich gefahren. Als Tabellenführer reiste Mister Markenpokal Thomas Marschall (Team Black Falken) mit 198 Zählern auf dem Konto hierher an. Die 3,801 Kilometer lange Kurs ist mit Abstand die schnellste Strecke im Rennkalender 2009. Mit nur 16 Punkten Abstand liegt Christer Jöns, der Teamkollege von Thomas Marschall auf Rang zwei, gefolgt von Heiko Hammel (Burgmann Racing powered by Pole Promotion) mit 144 Punkten. Da noch insgesamt vier Läufe auf dem Programm stehen und jeweils 20 Punkte pro Rennen plus Zusatzpunkte zu vergeben sind, ist die Meisterschaft immer noch völlig offen. Rein rechnerisch hätte sogar Damian Sawicki (GAG Racing) auf Platz vier liegend in der Tabelle mit 143 Punkte noch die Chance auf den Titel.


Von 13.30 Uhr bis 14.00 Uhr begaben sich die 23 Piloten am Freitagmittag zum ersten Mal auf die Strecke hinaus um ihr freies Training zu absolvieren. In dieser Sitzung dominierte mit 17 Runden und einer Zeit von 1:27,335 Minuten Heiko Hammel, gefolgt von seinem Teamkollegen Shane Williams und Christer Jöns. Der Tabellenführer hatte sich auf Rang sieben platziert. Vor ihm lag der Pole Damian Sawicki. Die Piloten vom HRS Team Christian Bebion, Wolfgang Klein und der Tiroler Mario Dablander mussten sich zunächst mit den Plätzen elf, dreizehn und 19 zufrieden geben. An diesem Wochenende sind sechs Gaststarter mit von der Partie. Der Schweizer Fredy Barth (Carsport), Tim Tews (Mobile Grafix by T.A.C. Race Solution), der Schwede Felix Rosenquist (Burgmann Racing powered by Pole Promotion), Christian Gebhardt (Seat Deutschland), Roland Botor und der Schweizer Urs Sonderegger. Sie platzierten sich auf den Rängen neun, zehn, 16, 20, 22 und 23.


CS

Am Freitagnachmittag wurde es dann ernst für die Fahrer, denn es stand das entscheidende Zeittraining für die Startaufstellung am Samstagnachmittag auf dem Programm. Gegenüber morgens wurden die Zeiten nochmals schneller. Nach 17 Runden und einer Zeit von 1:26,907 Minuten hatte sich Christer Jöns die Pole-Position gesichert. Hinter ihm werden Heiko Hammel und Shane Williams ins Rennen gehen. Damian Sawicki hatte sich um zwei Plätze verbessern können. Hingegen wird Thomas Marschall aus der fünften Startreihe starten. Einen riesen Sprung nach vorne hatte Felix Rosenquist gemacht, denn er nimmt Startplatz fünf ein und ist damit bester Gaststarter vor Tim Tews auf Platz acht und Fredy Barth auf Rang vierzehn. Die anderen drei Gaststarter Christian Gebhardt, Roland Botor und Urs Sonderegger stehen in der elften und zwölften Startreihe. Seinen elften Rang hingegen hatte Christian Bebion behaupten können. Seine Teamkollegen Wolfgang Klein und Mario Dablander konnten weiter nach vorne fahren und werden das Rennen von den Plätzen zehn und 15 aus aufnehmen.


Ihren ersten Lauf an diesem Wochenende nahmen die Fahrer am Samstagnachmittag bei Sonnenschein unter die Räder. Zuvor hatte es aber noch sehr heftig geregnet, so das die Ideallinie noch sehr naß war. Fast alle Piloten gingen daher noch mit Regenreifen hinaus. Nur das Team von HRS pokerte und ließ ihre Fahrer auf Slicks das Rennen unter die Räder nehmen. Im nachhinein war es die falsche Wahl, denn die Strecke trocknete einfach nicht ab und so hatten sie gegenüber den anderen Fahrer kaum eine Chance weiter nach vorne zu kommen. Der Pole-Setter Christer Jöns hatte beim Ausschalten der Ampel einen nicht ganz so guten Start, denn Heiko Hammel konnte direkt attackieren und in die Lücke hinein stach dann auch noch Shane Williams. Zu dritt ging es durch die erste Kurve.


Wenig später sah man hier und dort schon den ersten von der Strecke abkommen. Davon betroffen war auch der Pole-Setter, der dadurch etliche Plätze verlor. Zuvor war er mit Heiko Hammel aneinander geraten. Beide trugen im nachhinein dann auch einen Schaden davon und zwar hatte Christer Jöns einen Reifenschaden vorne rechts und Heiko Hammel hinten links. Christer Jöns musste danach auch die Box aufsuchen und hatte später auch noch Probleme mit der Lenkung bekommen. Überall im Feld wurden schon harte aber faire Zweikämpfe ausgetragen. In der ersten Runde war Philipp Leisen in wilden Drifts unterwegs. Dabei hatte Heiko Hammel noch Glück, das er nicht von ihm getroffen wurde. Nach dieser Runde führte Shane Williams vor Thomas Marschall, der sich enorm nach vorne gearbeitet hatte und Philipp Leisen.


Im Verlauf der zweiten Runde hatte Mister Markenpokal dann die Führung übernommen. Einen harten Zweikampf lieferten sich Shane Williams und Damian Sawicki. Hier ging es um Rang zwei. Diesen Kampf konnte dann der Pole für sich gewinnen. Heiko Hammel fuhr unterdessen nur noch auf Rang fünf. Nach drei absolvierten Runden musste sich Mister Markenpokal dem Polen beugen und damit hatte es jetzt einen Führungswechsel geben. Wolfgang Klein und Christian Bebion befanden sich zu dieser Zeit auf den Rängen 17 und 19. Der Pole-Setter war der Verlierer des Starts, denn nach seinem Ausrutscher fiel er immer weiter nach hinten zurück und musste dann im nachhinein dem Feld hinterher eilen. Zwischenzeitlich war Petr Fulin in die Box gekommen. An der Spitze hatten sich die ersten beiden mit 3,5 Sekunden vom übrigen Feld abgesetzt. Nach fünf gefahrenen Runden musste Andreas Simonsen wegen eines technischen Defekts die Box ansteuern. Zu dieser Zeit befand er sich auf Rang 15. Um den vierten Platz wurde es auch sehr eng, denn hier hatte Philipp Leisen alle Hände voll zu tun, sich Felix Rosenquist vom Leib zu halten.


Heiko Hammel der in der Zwischenzeit bis auf Rang fünf zurückgefallen war, versuchte jetzt Sean Paul Breslin unter Druck zu setzen. Dieser hatte aber noch Mathias Luger im Schlepptau. Rundenlang dauerte der Kampf an der Spitze an. Mister Markenpokal versuchte den jungen Wilden in einen Fehler zu treiben. Sie konnten sich trotz ihres Zweikampfes immter weiter vom Feld absetzen. Unterdessen war Heiko Hammel in die Box gekommen, er hatte hinten links einen Reifenschaden. Zur gleichen Zeit hatte Felix Rosenquist seinen Transponder verloren. Nach zehn Runden hatte es an der Spitze wieder einen Wechsel gegeben und zwar hatte Thomas Marschall Damian Sawicki niedergerungen. Fast zur gleichen Zeit war Philipp Leisen an Shane Williams vorbeigegangen und fuhr auf Rang drei. Doch der Südafrikaner gab so leicht nicht auf und holte sich in der nächsten Kurve seine Platzierung wieder zurück. Von einem Ausrutscher ins Kiesbett war auch Tim Tews nicht verschont geblieben. Danach konnte er sich dann auf Rang zwölf wieder einreihen.


CS

In der Schlußphase hatte Christian Bebion sich nach vorne gearbeitet und befand sich auf Rang vierzehn hinter dem Schweizer Urs Sonderegger. Im Schlepptau hatte er seinen Teamkollegen Wolfgang Klein. Beide versuchten nun ihren Vordermann in einen Fehler zu treiben. Mario Dablander, der dritte HRS-Pilot fuhr auf Rang 17 und hatte nach vorne und hinten genug Luft. Unterdessen hatte Thomas Marschall sich an der Spitze von dem Polen befreien können und fuhr mit einem Vorsprung von 2,0 Sekunden dem Feld auf und davon. Bei dem Zweikampf zwischen Philipp Leisen und Shane Williams, in denen sie sich leicht berührten, war Felix Rosenquist der lachende Dritte, denn er ging nun innen an Philipp Leisen vorbei und fuhr jetzt auf Rang vier. Jetzt legte sich Felix Rosenquist mit Shane Williams an. Er drückte ihn leicht nach außen, doch dieser behielt im nachhinein die Oberhand und verteidigte souverän seinen dritten Platz. In diesem Moment stand Christer Jöns zur Überrundung an.


Auch für Paul Sean Breslin war das Rennen früher beendet als geplant, denn dieser musste auch wegen eines Defekts die Box ansteuern. Von alledem bekam der Führende nichts mit. Er fuhr souverän sein Rennen. In der letzten Runde konnte Damian Sawicki nun wieder näher heran kommen, da jetzt einige Überrundungen anstanden. Doch diese gingen ohne Probleme von statten. Ivan Vrsinsky konnte sein Rennen nicht zu Ende fahren, da er sich vier Runden vor Schluß gedreht hatte, durchs Kiesbett segelte und danach dort geborgen werden musste. Am Ende wurde Thomas Marschall nach 17 absolvierten Runden als Sieger abgewunken vor Damian Sawicki und Shane Williams. Felix Rosenquist kam als bester Gaststarter auf Rang vier ins Ziel. Auf den Plätzen elf, zwölf und 15 überquerten die Piloten Christian Bebion, Wolfgang Klein und Mario Dablander die Ziellinie.


CS

Thomas Marschall, Sartorius Team Black Falcon (Sieger): "Nach meinem verkorksten Zeittraining spielte mir heute das Wetter in die Karten. Als es zu regnen begann, wusste ich, das dies heute mein Tag werden würde. Schon der Start hat mich in meiner Annahme bestätigt. Der Rest war dann Erfahrung und Besonnenheit. Schade natürlich, dass mein Teamkollege Christer Jöns heute leer ausging. Was die Prognose für morgen angeht, bleibe ich trotz meines Vorsprungs vorsichtig."

Damian Sawicki, GAG Racing (Zweiter): "Der Start war nicht so optimal, aber mit dem Rest des Rennens bin ich zufrieden. Dass Marschall auf Regen eine Klasse für sich ist, habe ich gewusst. Deshalb wollte ich, nachdem er mich überholt hat, nicht zu viel riskieren."

Shane Williams, Burgmann Racing powerd by Pole Promotion (Dritter): "Das waren heute sehr schwierige Bedingungen. Vielleicht habe ich zu Beginn des Rennens zu viel riskiert. Aber mit dem Podiumsplatz bin ich absolut zufrieden, denn heute habe ich von meinen Konkurrenten viel lernen können."


Am frühen Sonntagmorgen mussten die Piloten dann Lauf vierzehn in Angriff nehmen. Das Wetter hatte sich gegenüber gestern gebessert, denn es war trocken. Da die ersten sechs in umgekehrter Reihenfolge des Zieleinlaufs vom Vortag starten, hatte diesmal Alex Plenagl die Pole-Position inne, gefolgt von Philipp Leisen und Felix Rosenquist. Auch der zweite Start an diesem Wochenende klappte ohne weiteres und Alex Plenagl kam gut weg und führte das Feld in die erste Kurve. Für Christer Jöns war es ein rabenschwarzes Wochenende, denn er musste aus der Boxengasse starten und dem Feld hinterher eilen. Zwichenzeitlich hatte es im Mittelfeld schon einen Dreher gegeben. Der Fahrer konnte seine Fahrt zwar fortsetzen, hatte aber etliche Plätze eingebüst. Unterdessen lieferten sich Fredy Barth und Petr Fulin einen harten Zweikampf. Nach der ersten Runde führte weiterhin Alex Plenagl mit einem Vorsprung von 0,8 Sekunden vor Shane Williams und Felix Rosenquist. Thomas Marschall behauptete zunächst seinen sechsten Rang.


Da die Verfolger des Spitzenreiters sich immer wieder behackten, konnte dieser sich mehr und mehr absetzen. Unterdessen hatte Philipp Leisen von der Rennleitung eine Verwarnung bekommen wegen Verlassens der Strecke. Er lag zu dieser Zeit auf Rang fünf vor Thomas Marschall. Damian Sawicki hatte zwischenzeitlich einen Platz gut machen können. Heiko Hammel der von Rang 21 aus ins Rennen gegangen war, versuchte Runde um Runde Boden gut zu machen. Nach vier gefahrenen Runden befand er sich schon auf Platz vierzehn und versuchte nun Petr Fulin unter Druck zu setzen. Zur gleichen Zeit hatte Damian Sawicki sich Felix Rosenquist zurecht gelegt und niedergerungen. Jetzt machte er sich auf den Weg zu Shane Williams der auf Rang zwei fuhr. Wolfgang Klein hatte in der Zwischenzeit zwei Plätze gut machen können. Hingegen fuhren seine Teamkollegen Christian Bebion und Mario Dablander nur auf den Rängen vierzehn und 19. Petr Fulin auf Platz zwölf fahrend hatte eine Armada von fünf Fahrzeugen hinter sich.


In der achten Runde war Sahne Williams etwas auf Abwegen unterwegs, was ihm einige Plätze kostete. In diesem Moment ging es Tür an Tür zwischen Fredy Barth und Tim Tews mächtig zur Sache. Dort wurde auch schon mal der Lack ausgeauscht. Shane Williams musste sich im nachhinein auf Platz sieben wieder einreihen. Damit rutschten die nachfolgenden Piloten alle einen Platz nach vorne. An der Spitze hatte sich Alex Plenagl einen Vorsprung von 1,2 Sekunden herausgefahren. Bei Halbzeit des Rennens konnte Urs Sonderegger sein Fahrzeug nicht mehr auf der Strecke halten und rutschte in den Kies. Nachdem er einige Piloten passieren lassen musste, konnte er sich wieder im Feld auf Platz 21 einreihen. Unterdessen hatte der Führende jetzt alle Hände voll zu tun, denn Damian Sawicki saß ihm im Nacken und versuchte ihn nun in einen Fehler zu treiben. Heiko Hammel saß immer noch auf Rang vierzehn fest und musste sich harten Attacken von Mathias Luger erwehren. Hingegen hatte Christian Bebion einige Plätze eingebüst und fuhr vor seinem Teamkollegen Mario Dablander auf Rang 17.


Zu dieser Zeit hatte Damian Sawicki nach Start und Ziel kurzen Prozess gemacht und war an Alex Plenagl vorbeigegangen. Damit hatte es einen Führungswechsel gegeben. Thomas Marschall auf Platz vier war in diesem Moment näher an Felix Rosenquist herangekommen und wartete jetzt nur auf den günstigen Moment, um noch auf den letzten Platz des Siegerpodestes zu fahren. An der Spitze bekam Damian Sawicki davon nichts mit, denn er hatte sich mit 1,2 Sekunden auf und davon gemacht. Im Mittelfeld und auch noch auf den hinteren Rängen ging es in der Schlußphase noch hart zur Sache. Sieger nach 17 Runden wurde der Pole Damian Sawicki, gefolgt von Alex Plenagl und Felix Rosenquist. Mister Markenpokal kam auf Platz vier ins Ziel und holte sich vorzeitig die Meisterschaft. Heiko Hammel hatte sich noch um zwei Plätze verbessern können und überquerte auf dem zwölften Rang die Ziellinie. Genauso konnte Wolfgang Klein noch weiter nach vorne kommen. Er wurde als Neunter abgewunken. Christian Bebion und Mario Dablander sahen die Zielflagge auf den Plätzen 16 und 18.


Mit 232 Punkten sicherte sich Thomas Marschall vorzeitig die Meisterschaft, gefolgt von Christer Jöns mit 184 und Damian Sawicki mit 181 Punkten.

Thomas Marschall, Sartorius Team Black Falcon (Gesamtsieger/Vierter): "Natürlich freue ich mich über meinen dritten Gesamtsieg. Aber viel lieber hätte ich den Titel auf der Strecke gegen meinen Teamkollegen in Hockenheim gewonnen. Für Christer Jöns tut es mir leid, dass er durch technische Probleme entscheidend zurückgeworfen wurde, denn er war der Mann der zweiten Saisonhälfte. Dennoch glaube ich, dass ich verdient Supercopa-Meister geworden bin, denn in der ersten Saisonhälfte habe ich dominiert und jetzt die kleine Durststrecke überwunden. Ich freue mich schon jetzt auf die Saison 2010."


Damian Sawicki, GAG Racing (Sieger): "Dafür sind Teamkollegen mitunter auch da. Alex hat sich nicht gewehrt, weil ich damit noch gute Chancen auf die Vizemeisterschaft habe."

Felix Rosenquist, Burgmann Racing powerd by Pole Promotion (Dritter): "Ich bin sehr glücklich über diesen Podiumsplatz, denn das waren meine ersten Tourenwagenrennen überhaupt."


YS